Workshop II: Kooperation und Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg!?

Zielstellung
Eine zielgerichtete Netzwerkarbeit gilt in der aktuellen Diskussion als Chance für Sportvereine, um unterschiedliche Zugangswege von und zu Menschen mit Migrationshintergrund zu eröffnen, sie an den vereinsorganisierten Sport sowohl als Mitglieder als auch Mitarbeiter/innen heranzuführen und für ein Sportvereinsengagement zu gewinnen: Zum Beispiel durch den gegenseitigen Austausch von Erfahrungswissen, die gemeinsame Entwicklung und Organisation von Angeboten, Gewinnung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Öffentlichkeitsarbeit oder gegenseitige Unterstützung mit Personal, Räumlichkeiten, Kontakten und Kompetenzen mit den Netzwerkpartnern. Zunehmende Bedeutung gewinnt dabei z.B. die Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Schulen, Migrantenorganisationen oder Anbietern von Integrationskursen.

Inputs
Ausgehend von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen  zur Integrationsarbeit der Sportvereine aus der Regionalstudie (Duisburg, Bielefeld) „Integration von Migrantinnen und Migranten in und durch den Sport“ von Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay und Prof. Dr. Klaus Cachay werden im Workshop gezielt Ansatzpunkte, Hemnisse und Perspektiven für Kooperationen aus der Sicht des organisierten Sports in den Blick genommen.

Fragestellungen
Im Sinne einer strategischen Neuausrichtung der Integrationsarbeit des Sports, werden nach einem kurzen inhaltlichen Input mit Experten aus unterschiedlichen Integrationsprojekten  folgende Fragen zur Diskussion gestellt:          

  • Was sind Gründe, die Vereine dazu veranlassen, sich für das Thema „Integration“ / „Interkulturelle Öffnung“ mit der Konsequenz einer Netzwerkarbeit  zu interessieren oder auch nicht?
  • Wie sind Migrantinnen und Migranten  bzw. deren Organisationen an dem Prozess der Vereins- / Organisationsentwicklung im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe zu beteiligen?
  • Welche Ansatzpunkte, Beispiele und Überlegungen gibt es für die Ausgestaltung von bzw. Beteiligung an sinnvollen sportinternen und sportexternen Netzwerken, die für alle Beteiligten eine „win-win“ - Situation darstellen und einen wesentlichen Beitrag zur Vereinsentwicklung leisten? Welche Grenzen gibt es?
  • Wie ist die Netzwerkarbeit des Vereins strukturell und nachhaltig abzusichern und wie wird sie gesteuert?
  • Welche Rolle spielen die Dachorganisationen der Sportvereine für die Förderung von Kooperationsprofilen der Vereine?
  • Welche relevanten Netzwerkpartner vor Ort gibt es zur Förderung von „Integration durch Sport“?

Format
Nach zwei einleitenden Inputs von insgesamt 30 Minuten folgt eine moderierte Podiumsdiskussion mit schneller Öffnung für die Plenumsdiskussion.

Referenten, Podiumsbesetzung, Moderation:

  • Serpil Kaya, Koordinatorin des Projektes „spin – sport interkulturell“ der Sportjugend NRW, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung
  • PD Dr. Ulf Gebken, Leiter des Projekts „Mädchen mittendrin – Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball“
  • Dirk Engelhard,  Vorsitzender des Kreissportbundes Ennepetal-Ruhr e.V.
  • Rolf Erdmeier, Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
  • Moderation: Siggi Blum, Sportjugend Nordrhein-Westfalen
  • Input: Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay, und Prof. Dr. Klaus Cacay, Universität  Bielefeld

Biografien

Moderatorin des Workshops: Siggi Blum, Sportjugend Nordrhein-Westfalen

  • Studium der Sportwissenschaften und Pädagogik in Köln.
  • Auslandsstudium in China.
  • In der ersten Jahren der 1980er tätig in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie im Schuldienst in Köln.
  • Langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Kölner Initiativen- und Kommunalpolitik in den Bereichen Sport, Umwelt, Kinder- und Jugendpolitik.
  • 1985 Wechsel zum Landessportbund NRW und dort als Bildungsreferent tätig u.a. in den Bereichen „Aus- und Fortbildung“, „Sport und Soziale Arbeit“, “Projektmanagement“, „Sport und Umwelt“, „Kinder- und Jugendpolitik“, „Geschlechtsspezifische Kinder- und Jugendarbeit“, „Betreuung der Jugendorganisationen der nordrhein-westfälischen Stadt- und Kreissportbünde“.
  • Seit 2008 Leiter der Gruppe „Integration“, Landeskoordinator im Bundesprogramm „Integration durch Sport“ und Leiter des NRW-Projektes „spin – sport interkulturell“.

Referentin: Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay, Universität  Bielefeld

  • Studium der Germanistik, Erziehungswissenschaft und Sportwissenschaft.
  • Promotion zum Dr. rer soc. an der Universität Tübingen.
  • Seit 1998 Professorin für Sportpädagogik und -didaktik an der Universität Bielefeld.
  • Arbeitsschwerpunkte:
    • Integration von Migrantinnen in und durch den Sport
    • Sport und Geschlecht
    • Sozialisation und soziales Lernen
    • Sport im Kindes-und Jugendalter

Referent: Prof. Dr. Klaus Cacay, Universität  Bielefeld

  • Studium der Soziologie, Sportwissenschaft und Pädagogik.
  • Promotion zum Dr. rer. soc. und Habilitation an der Universität Tübingen.
  • Professor für Sportwissenschaft und Leiter des Arbeitsbereichs „Sport und Gesellschaft“ an der Universität Bielefeld.
  • Arbeitsschwerpunkte:
    • Sportsoziologische Theoriebildung
    • historische Sozialisationsforschung
    • Organisationsentwicklung
    • Prozesse der Professionalisierung
    • Entwicklung des Spitzensport
    • Sport und Migration
Mitdiskutanten

Rolf Erdmeier, Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

  • Nach vielen Jahren Tätigkeit in der kommunalen Jugendhilfe im Jahre 1992 Wechsel zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
  • Seit 2004 dort im Integrationsbereich tätig.
  • Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge seit 2005.
  • Seit 2009 Übernahme der Aufgaben als Beauftragter im Programm „Integration durch Sport“ für BAMF-Regionalstelle Bielefeld.
  • Sachbearbeiter für Grundsatzfragen zur Integration in der vorgenannten Regionalstelle seit 2010.

Dirk Engelhard, Vorsitzender des Kreissportbundes Ennepetal-Ruhr e.V.

  • Von 2005 bis 2010 Vorsitzender der TSG 1881 Sprockhövel e.V..
  • Seit April 2011 Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes Ennepe-Ruhr e.V..
  • Entwicklung und Umsetzung eines Integrationskonzeptes/U-Netzwerkes für den Kreissportbund.
  • Seit über 40 Jahren in unterschiedlichen ehrenamtlichen Funktionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und des Sports auf kommunaler Ebene aktiv.
  • Langjähriger Vorsitzender eines Jugendringes im Kreis Ennepe-Ruhr.
  • Vertreter in kommunalpolitischen Gremien, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

PD Dr. Ulf Gebken, Leiter des Projekts „Mädchen mittendrin – Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball“

  • Nach Tätigkeiten an den Universitäten Hannover und Osnabrück leitet er heute das Institut „Integration durch Sport und Bildung“ an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg.
  • Seine Arbeitsschwerpunkte sind die „Sportdidaktik“ und der „Sport mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen“.
  • Ein besonderes Anliegen ist ihm die Integration von sozial benachteiligten Mädchen durch Fußball.
  • Mit seinem Institut koordiniert er das NRW- Projekt „Mädchen mittendrin – mehr Chancen durch Fußball“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, NRW und des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes.
  • Gleichzeitig evaluiert er die Vernetzung, die Organisation und die Integrationswirkungen des vorgenannten Projektes.
  • Dr. Gebken ist Mitglied der Kommission Integration des DFB.

Serpil Kaya, Koordinatorin des Projektes „spin – sport interkulturell“ der Sportjugend NRW, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung

  • Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen mit dem Schwerpunkt „Interkulturelle Arbeit“.
  • Von 2005 bis 2007 tätig bei der AWO-Integrations-gGmbH in Duisburg.
  • Seit 2007 Projektkoordinatorin im sozialraumorientierten Projekt „spin - sport interkulturell“ des Landessportbundes NRW sowie der Mercator Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung.
  • Im Rahmen des vorgenannten Projekts u.a. zuständig für die Städte Oberhausen, Gelsenkirchen und Recklinghausen.
  • Ehrenamtliche Geschäftsführerin des Duisburger Sportvereines SV Rhenania Homborn e.V., Stützpunktverein im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“.
 
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