Workshop IV: Evaluation als Instrument der Sportentwicklung? Interkulturelle Öffnung im Blickpunkt

Inhaltliche und organisatorische Koordination: Humboldt-Universität zu Berlin, Abteilung Sportsoziologie und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

Zielstellung
Vor dem Hintergrund des Tagungsthemas „Wissen schaf(f)t Teilhabe“ ist es das zentrale Ziel des Workshops, einen Dialog zwischen Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung anzuregen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, worin die Chancen und Herausforderungen von Evaluationen im Bereich der interkulturellen Öffnung liegen. Was macht eine Evaluation zu einer „guten“ Evaluation? Wie gelingt die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure? Wie gewinnt man Ergebnisse, die einerseits wissenschaftlich solide, andererseits aber „anwenderfreundlich“ und praxisrelevant sind? Wie können die Ergebnisse genutzt werden, um Prozesse der interkulturellen Öffnung voranzubringen?

Aufbau
In dem Workshop „Evaluation als Instrument der Sportentwicklung? Interkulturelle Öffnung im Blickpunkt“ geht es nicht nur darum, Bilanz zu ziehen. Der Blick soll auch nach vorne gewendet werden. In einem Dialog zwischen Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung soll gemeinsam überlegt werden, welchen konkreten Beitrag wissenschaftliche Evaluationen leisten können, um Projekte der interkulturellen Öffnung voranzubringen. Dabei werden insbesondere folgende Fragen diskutiert:

  • Welchen Mehrwert können gesellschaftspolitische, sportpolitische und wissenschaftliche Akteure aus Evaluationen ziehen, die sich mit interkultureller Öffnung befassen?
  • Welche Bedingungen müssen bei der Durchführung von Evaluationsprojekten erfüllt sein?
  • Was macht eine Evaluation zu einer „guten“ Evaluation?
  • Wie kann die Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgreich gestaltet werden?
  • Wie sehen „anwenderfreundliche“ Handlungsempfehlungen aus, die zugleich wissenschaftliche Standards wahren?
  • Wie gelingt der Transfer der Ergebnisse?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um die Ergebnisse von Evaluationsstudien gewinnbringend umzusetzen?

Zielgruppe
Zielgruppe dieses Workshops sind Vertreter von Sportverbänden und Sportvereinen (Evaluierte), wissenschaftliche Akteure, die in der Evaluations- und Integrationsforschung aktiv sind (Evaluatoren) sowie Akteure aus Politik und Verwaltung, die an Evaluationen und wissenschaftlichen Begleitstudien interessiert sind. Darüber hinaus sind auch (nicht-sportbezogene) Akteure angesprochen, die sich über Grenzen und Möglichkeiten von Evaluationsprojekten im Bereich der Integrationsarbeit austauschen wollen.

Format
Nach einem einleitenden Inputreferat folgt eine moderierte Podiumsdiskussion, die zügig für das Publikum geöffnet wird.

Referenten, Podiumsbesetzung, Moderation:

  • Katrin Hirseland, Referatsleiterin Grundsatzangelegenheiten der Integrationsförderung, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
  • Anne Rübner, Projektreferentin, Brandenburgische Sportjugend
  • Julia Sandmann, Landeskoordinatorin des Programms „Integration durch Sport“, Landessportverband Baden-Württemberg
  • Moderation: Dr. Stefan Hansen, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Sportsoziologie, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Input: Tina Nobis, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sportsoziologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Biografien

Moderatorin des Workshops: Dr. Stefan Hansen, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Sportsoziologie, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement und am Arbeitsbereich Sportsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten zu den Themen Bildung und Kompetenzerwerb im Sport.
  • Mitarbeit an verschiedenen Evaluationsstudien (z.B. zur Evaluation non-formaler und informeller Bildungsmaßnahmen im Sport).
  • Themen- und Arbeitsschwerpunkte: Bildung und Sport, Bildungsarbeit in Sportverbänden, Nonprofit-Organisationen und Vereine.

Referentin: Tina Nobis, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sportsoziologie, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement und am Arbeitsbereich Sportsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • Mitarbeit in verschiedenen Forschungsprojekten zu den Themen Migration, Integration und Sport.
  • Mitarbeit bei verschiedenen Evaluationsstudien (z.B. Evaluationsstudie zum Programm „Integration durch Sport“ des Arbeitsbereichs Sportsoziologie der Universität Potsdam).
  • Themen- und Arbeitsschwerpunkte: Migration und Integration, Vereine und bürgerschaftliches Engagement, Sozialkapital, politische Sozialisation.

itdiskutanten

Katrin Hirseland, Referatsleiterin Grundsatzangelegenheiten der Integrationsförderung, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

  • Studium der Politikwissenschaft und Japanologie in Tübingen, Kyoto und Seattle. Zusatzstudium „interkulturelle Kommunikation“
  • Interkulturelle Trainerin.
  • 2000 - 2003 Projektmanagerin bei der Bertelsmann Stiftung mit den Arbeitsschwerpunkten interkulturelle Bildung und Integration von ZuwanderInnen.
  • Seit 2003 im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beschäftigt, bisherige Aufgaben u.a. Mitarbeit im Arbeitsstab des Sachverständigenrats für Zuwanderung und Integration; Leitung der Referate „Bundesweites Integrationsprogramm“ und „Öffentlichkeitsarbeit Integration“.
  • Seit Herbst 2010 Leiterin des Referats „Grundsatzangelegenheiten der Integrationsförderung“.
  • Arbeitsschwerpunkte: gesellschaftliche Integration / gesellschaftlicher Zusammenhalt, Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen, bürgerschaftliches Engagement und Integration, Sport und Integration, interkulturelle Öffnung.

Anne Rübner, Projektreferentin, Brandenburgische Sportjugend

  • Studium Sportmanagement an der Uni Potsdam
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sportsoziologie der Uni Potsdam (Aufgaben: Lehrveranstaltungen Sportsoziologie, Mitarbeit im Forschungsprojekt zur Evaluation des Programms „Integration durch Sport“)
  • Referentin beim Deutschen Olympischen Sportbund im Programm „Integration durch Sport“, zuständig für die Programmweiterentwicklung / Umsetzung der Evaluationsergebnisse
  • Referentin bei der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund Brandenburg e.V.
  • Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: Projektkonzeption/-koordination für verschiedene soziale Projekte im Sport (Förderung interkulturelle Öffnung in Sportvereinen und -verbänden, Stärkung demokratischer Praxis in Sportvereinen, Strukturförderung im ländlichen Raum, Beratung von Sportvereinen/-verbänden im Umgang mit rechtsextremistischen Erscheinungsformen im Sport)

Julia Sandmann, Landeskoordinatorin des Programms „Integration durch Sport“, Landessportverband Baden-Württemberg

  • Studium der Sportwissenschaften in Stuttgart.
  • Leiterin des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ in Baden-Württemberg und Referentin der Qualifizierungsmaßnahme „Sport interkulturell“.
  • Die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte umfassen auf der Landesebene die strategische Weiterentwicklung der sportbezogenen Integrationsarbeit sowie in der Beratung von Sportvereinen und Kommunen die Entwicklung lösungsorientierter Gesamtkonzepte.
  • Weiterentwicklung des Themenfeldes auf der europäischen Ebene.
 
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